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4.8. GPS-Empfänger: Das Handy als Navi-Ersatz?

Routenführer im Taschenformat: 
6210 Navigator (© Nokia)
Wer noch kein Navigationsgerät besitzt, kann beim Kauf eines Mobiltelefons zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Handys der gehobenen Preisklasse können mit einem integrierten GPS-Empfänger ausgestattet sein und damit zielsicher von A nach B lotsen – ob man nun zu Fuß oder im Auto unterwegs ist. Diverse Testberichte haben gezeigt, dass sich GPS-Handys nicht hinter herkömmlichen Navigationsgeräten für Autos verstecken müssen.
Alternativ können Handys ohne integrierten GPS-Empfänger auch nachgerüstet werden, indem man eine externe Navi-Lösung via Bluetooth oder Kabel anschließt.
Aufgepasst: Oftmals handelt es sich bei der auf dem Handy installierten Navigationssoftware nur im eine 10- bis 14tägige Testversion. Wer die Navi-Funktion nach Ablauf der Testversion weiter nutzen möchte, muss die Software für 50 Euro oder mehr erwerben.

Bei den mobilen Navigationsprogrammen muss man zudem zwischen Offboard- und Onboard-Navigation unterscheiden. Die meisten Handys verfügen lediglich über eine Offboard-Navigationssoftware. Kartenmeterial und Routendaten sind dabei nicht auf dem Handy installiert, sondern werden bei Bedarf über die Internetschnittstelle des Handys geladen. Dadurch können hohe Verbindungskosten entstehen. Bei Onboard-Navigationssoftware sind die Kartendaten auf dem Gerät gespeichert, so dass keine oder nur wenig Verbindungskosten entstehen. Onboard-Navigationssoftware findet man vor allem auf den Geräten der Nokia Navigator Reihe.
                                          


4.9. No Push, no Talk - bald Talk-IP?

Das Prinzip hinter Push-to-Talk (kurz PTT) ist einfach: Eine Person spricht, die anderen hören zu. Handys mit PTT-Unterstützung sollten eine bessere Alternative zum Walkie-Talkie darstellen.

Ist die Verbindung mit einem Tastendruck (Push) hergestellt, können Sprachnachrichten an mehrere Personen parallel versendet werden (Talk). Anders als beim Walkie-Talkie, das eine Kommunikation nur über kurze Distanzen erlaubt, funktionieren PTT-Gespräche überall dort, wo ein GPRS-Mobilfunknetz verfügbar ist. Kostengünstiger als normale Handygespräche ist der PTT-Dienst obendrein.    
In den USA ist die Push-to-Talk-Funktion schon lange ein Hit. In Deutschland bot Ende 2004 T-Mobile als erster Netzbetreiber diesen Service an. T-Mobile sollte der einzige Anbieter bleiben. Hierzulande konnte sich PTT nicht bewähren. Der Dienst wurde zum 1.Juli 2008 eingestellt.

Ein PTT-Nachfolger wurde bereits gefunden: Talk-IP. Mit Talk-IP können nicht nur PTT-Handys weiter genutzt werden. Auch PCs und Notebooks können in die Walkie-Talkie-ähnliche Kommunikation via Talk-IP einbezogen werden, da der Dienst über die öffentlichen Mobilfunknetze sowie LAN und WLAN funktioniert.

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