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Handy Kaufberatung
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4.11. Internet & Email
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Online-Shopping leicht gemacht: Das Palm
Treo 500 mit QWERTZ-Tastatur für eine
schnelle Texteingabe (© Palm)
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Unterwegs den aktuellen Spielstand, das Wetter, die Fahrplanauskunft oder Emails abrufen – kein Problem. So gut wie jedes Mobiltelefon bietet heutzutage immer und überall Zugriff auf das Internet. Einige Handys sind dafür jedoch besser zum mobilen Surfen geeignet als andere.
Hinsichtlich der Ausstattung sollte auf ein entsprechend großes Display geachtet werden. Nur wenn das Display ausreichend Platz zur Darstellung von Internetseiten bietet, macht mobiles Surfen auch Spaß. Außerdem sollte das Display eine hohe Auflösung bieten, damit die teils sehr kleinen Textinformationen scharf dargestellt werden. Das verbessert die Lesbarkeit.
In puncto Bedienung ist etwas Umstellung gefordert. Schließlich wird am Handy zum Surfen keine Maus angeschlossen. Stattdessen werden Links über den Touchscreen per Finger angewählt oder mit den Handytasten angesteuert. Die Texteingabe erfolgt über die Zahlentasten. Wer öfter lange Email-Nachrichten mit dem Handy verschicken will, sollte aber lieber zu einem Smartphone mit QWERTZ-Tastatur im Mini-Format greifen. Eine attraktive Alternative dazu wäre ein Handy mit einem berührungsempfindlichen Display (Touchscreen), auf dem eine virtuelle Tastatur eingeblendet wird.
Beim Revolutionär in Sachen mobiles Surfen, dem Apple iPhone, funktioniert nicht nur die Texteingabe über die virtuellen Tasten auf dem Touchscreen. Auch das Scrollen, Blättern oder Vergrößern von Webseiteninhalten wird nicht mit Steuertasten, sondern einfachen Fingerbewegungen auf dem Touchscreen gelöst.
Schneckentempo oder Highspeed? Auch die unterschiedlichen Übertragungstechnologien sollten kurz studiert werden, um ein Gefühl für die möglichen Übertragungsgeschwindigkeiten beim mobilen Surfen im Internet zu bekommen. Welche Übertragungstechnologie bietet einen ähnlich schnellen Komfort wie die heimische DSL-Verbindung für den PC? Hier ein kurzer Überblick:
GSM (Global System for Mobile Communication): Hierbei handelt es sich um einen der ersten Mobilfunknetz-Standards, über den auch alle Telefonate mit dem Handy getätigt werden. Das GSM-Netz ist in Deutschland nahezu flächendeckend, sprich überall, verfügbar. Für das mobile Surfen im Internet ist die Übertragungsgeschwindigkeit von GSM aber völlig unzureichend.
Auch mit der GSM-Erweiterung GPRS (General Packet Radio Service) kommt man nicht wirklich über das Schneckentempo hinaus. Mobiles Surfen über diese Übertragungstechnologie ist in Sachen Geschwindigkeit in etwa vergleichbar mit einem analogen Modem. Das reicht zum Betrachten textlastiger Seiten im Netz aus, für große Bilddateien und Videos ist die Übertragung via GPRS aber viel zu langsam.
Schneller geht es mit der GSM-Erweiterung EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution). Damit ist theoretisch eine Datenübertragung mit einer Geschwindigkeit von bis zu 470 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) möglich. In der Praxis beschränken sich die Datenraten zwar meist auf 236,8 Kbits/s – das ist aber immer noch deutlich schneller als die Übertragungsgeschwindigkeit per GPRS. Bei GPRS sind theoretisch Datenraten von bis zu 171,2 Kbit/s drin, in der Praxis muss man sich aber meist mit einer Analogmodem-Geschwindigkeit von etwa 54 Kbit/s begnügen.
Eine kleine Revolution stellte die Einführung von UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems), gern auch als "3G" oder Mobilfunknetz-Standard der dritten Generation bezeichnet, dar. Hier kann eine Geschwindigkeit von bis zu 384 Kbit/s erreicht werden. Allerdings haben T-Mobile, O2 und Co das UMTS-Netz noch nicht flächendeckend ausgebaut. Bislang ist Highspeed-Internet über UMTS nur in größeren Ballungsräumen verfügbar. In ländlichen Gegenden, die noch nicht von UMTS erschlossen sind, kann aber auf EDGE zurückgegriffen werden. So garantiert zum Beispiel T-Mobile seit Mai 2008 eine flächendeckende EDGE-Nutzung in Deutschland.
Dort, wo eine Versorgung mit UMTS besteht, ermöglichen T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus mit dem UMTS-Beschleuniger HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde, teilweise auch von bis zu 7,2 Mbit/s. Das sind Surfgeschwindigkeiten auf DSL-Niveau. Maximal sind mit HSDPA 14,4 Mbit/s möglich. Die erweiterte Technik HSPA+ soll künftig eine nochmalige Verdopplung auf 28,8 Mbit/s bringen.
Das Upload-Pendant zu HSDPA nennt sich HSUPA (High Speed Uplink Packet Access). Theoretisch können so Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 5,8 Mbit/s erreicht werden.
Mehr und mehr Handys, zumindest im High-End-Bereich, beherrschen außerdem WLAN (Wireless Local Area Network). Über WLAN, ein drahtloser Funknetz-Standard, geschieht mobiles Surfen noch schneller als mit HSDPA. Aber: Für eine solche Highspeed-Verbindung muss man mit seinem Handy (oder Notebook) erst einen sogenannten HotSpot aufsuchen. An solch einem "heißen Ort" gibt es ein lokales Funknetz, das den schnellen, drahtlosen Zugang zum Internet ermöglicht. Während EDGE und UMTS flächendeckend bzw. großflächig verfügbar sind, ist die Reichweite eines HotSpots meist auf wenige hundert Meter beschränkt. Im Internet lässt sich schnell herausfinden, wo es überall in Deutschland HotSpots zu finden gibt. Öffentlich zugängliche HotSpots gibt es zum Beispiel auf vielen Bahnhöfen und Flughäfen sowie in Cafés und Hotels; teilweise sind diese sogar kostenlos.
Ähnlich wie bei HSDPA gibt es auch bei WLAN verschiedene Standards mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Ein weit verbreiteter WLAN-Standard ist zum Beispiel 802.11g mit einer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von 54 Mbit/s. Bei Notebooks wurde er bereits abgelöst durch 802.11n, auch als Draft-N-WLAN bekannt. In der Theorie schafft der 802.11n-Standard eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 600 Mbit/s. Selbst wenn in der Praxis nur die Hälfte erreicht wird, wäre das ein echter Geschwindigkeitsrekord. Die meisten Handys setzen bislang aber noch auf 802.11b oder 802.11g.
Das Apple iPhone: Dank virtueller Tastatur
sind Emails schnell geschrieben (© Apple)
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Wichtig: Das Handy muss den jeweiligen Übertragungsstandard unterstützen. Ob das von Ihnen favorisierte Handy EDGE, UMTS bzw. HSDPA oder WLAN unterstützt, erfahren Sie in den jeweiligen Produktdetails auf unseren Seiten.
Eingeschränkt wird das Surfvergnügen dann nur noch vom Akku. Die Herstellerangaben zur Akku-Kapazität beziehen sich meist nur auf den Standby-Betrieb und auf normale Telefongespräche. Kein Wunder, denn was das Durchhaltevermögen beim mobilen Surfen betrifft, legen die wenigsten Handys eine Glanzleistung hin. Bei aktiviertem WLAN-Modul hält die Mehrzahl der Handys gar nur zwei bis fünf Stunden durch.
Auf der nächsten Seite erfahren Sie mehr über Internet-Browser und Email-Clients für Handys.
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