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Handy Kaufberatung
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6. Branding
Teilweise bieten Mobilfunk-Netzbetreiber wie T-Mobile oder Vodafone aktuelle Top-Modelle unter den Handys in Verbindung mit einem Kartenvertrag zu einem äußerst günstigen Preis an. In der Regel handelt es sich dabei um sogenannte Branding-Handys, die im Vergleich zum eigentlichen Handymodell einige Unterschiede aufweisen.
Rein äußerlich ist ein Branding-Handy deutlich am "Brandzeichen" bzw. Firmenlogo des Mobilfunk-Netzbetreibers zu erkennen, das auf dem Gehäuse des Handys angebracht ist. Aber auch das Innenleben solcher Handys wird vom jeweiligen Netzbetreiber "gebrandmarkt." Unter anderem ist die Menüführung durch veränderte Menü-Icons und -Struktur stark vom Firmendesign geprägt. Neben zusätzlichen Menü-Einträgen gibt es oftmals auf dem Handy sogar eine festprogrammierte Taste, die den Nutzer ohne Umwege zum mobilen Webportal des Netzbetreibers leitet, wo er dann mit kostenpflichtigen Angeboten wie Downloads von Logos, Klingeltönen und Spielen überhäuft wird.

Das Sony Ericsson v630 mit Vodafone-Branding (© Sony Ericsson/ Vodafone)
Die vom Netzbetreiber vorgenommenen Konfigurationsänderungen sind nicht allesamt als störend zu verurteilen und müssen hingenommen werden, wenn man nicht den höheren Preis für ein Branding-freies Handy zahlen möchte. Teilweise aber werden die Branding-Praktiken der Mobilfunk-Netzbetreiber von den Verbraucherschützern stark kritisiert, da sich in manchen Fällen das Branding als echte Kostenfalle entpuppen kann. So mag zum Beispiel ein unerfahrener Handy-Nutzer nicht erkennen, dass sich hinter dem neutral erscheinenden Button "Mehr Ruftöne" im Menüpunkt "Rufton" ein Link zum teuren Klingelton-Download-Portal des Netzbetreibers verbirgt. Auch wenn der Nutzer keinen Klingelton herunterlädt, zahlt er trotzdem – für die Internetverbindung. Manchmal zeigt sich der eine oder andere Netzbetreiber aber einsichtig und programmiert das Handy so, dass die Internetverbindung erst aufgebaut wird, wenn der Nutzer dies ausdrücklich bestätigt hat.
Es ist durchaus möglich, die Software des Netzbetreibers zu löschen, um anschließend die Original-Software des Handy-Herstellers aufzuspielen (De-Branding). Mit dem Löschen der Netzbetreiber-Software gehen allerdings auch jegliche Garantie-Ansprüche verloren.
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