Mit jedem Handy können heutzutage
kurze Textnachrichten, im Volksmund nur SMS genannt, verschickt und empfangen werden. Um die Texteingabe zu vereinfachen, verfügen Mobiltelefone über
T9 (Text on 9 keys, Text auf 9 Tasten). Während den Zifferntasten "2" bis "9" jeweils drei bis vier Buchstaben des lateinischen Alphabets zugeordnet sind, dient die Taste "1" der Eingabe von Satzzeichen wie Punkt oder Komma. Als es das T9-System noch nicht gab, hatte das Tippen einer SMS den Charakter einer Geduldsprobe. So musste zum Beispiel die Taste "7" mit der Buchstabenfolge PQRS mehrmals gedrückt werden, bis der Buchstabe "S" auf dem Handy-Display angezeigt wurde. Inzwischen geht das SMS-Tippen deutlich schneller von der Hand. Dank T9-Unterstützung wird das Tastendrücken auf ein Minimum reduziert, da das softwaregesteuerte System schon beim einmaligen Drücken der entsprechenden Zifferntasten einen passenden Wortvorschlag bilden kann.
Die Zifferntasten des K220i (© Sony Ericsson)
Aber nicht jeder kann sich mit T9 anfreunden. Manche mögen es beim Tippen sogar als störend empfinden, wenn sich das Handy mit Wortvorschlägen "einmischt". Auch die Eingabe von Abkürzungen, geschweige denn Eigennamen oder Wortneuschöpfungen ist mit T9 umständlich.
Ein Großteil aller auf dem Markt erhältlichen Handys unterstützt auch das Versenden und Empfangen von MMS, multimedialen Nachrichten, die
Textmitteilungen mit Bildern, Musik oder Videos kombinieren. Der Empfänger einer solchen Nachricht benötigt ebenfalls ein MMS-fähiges Handy. Andernfalls wird ihm nur eine Textnachricht mit der Aufforderung übermittelt, die MMS über eine Webseite aufzurufen. Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler E-Mail Unterstützung (siehe
4.11. Internet und Email) gerät der MMS-Service aber immer mehr ins Hintertreffen, so dass einige Hersteller bereits auf die Unterstützung verzichten.
Bevor Sie einen ausgiebigen Blick auf die vielen zusätzlichen Features werfen, die ein Handy so zu bieten hat, sollten Sie auch die Akkulaufzeit des favorisierten Handy-Modells kurz betrachten. Schließlich soll das Handy nicht im entscheidenden Moment den Dienst versagen, nur weil der Akku schon nach kurzer Zeit neu geladen werden muss.
Die Akku-Leistung wird bei einem Handy an zwei Werten festgemacht. Der Wert für die
Standby-Zeit gibt Auskunft darüber, wie lange ein Handy unter optimalen Bedingungen ohne zwischenzeitliches Aufladen betriebs- und empfangsbereit ist. Ein guter Wert sind hier ca. 400-500 Stunden Herstellerangabe – ein
Idealwert, denn jedes Telefonat und sonstige, energiehungrige Aktionen wie z.B. Musikhören oder Surfen im Internet reduzieren die Standby-Zeit des Handys.
Der zweite Wert bezieht sich auf die
Sprechzeit, also jene Zeitspanne, innerhalb der man ununterbrochen mit dem Handy telefonieren kann. Rund drei Stunden Gesprächszeit waren bis vor kurzem noch der gängige Standard. Immer mehr Handys versprechen inzwischen mehr als doppelt so viele Stunden Durchhaltevermögen beim Telefonieren.
Die Angaben beziehen sich meist auf die Leistung bei Einbuchung ins alte
GSM-Netz. Das
UMTS-Netz ist energiehungriger. Die
Gesprächszeit sinkt gegenüber dem GSM-Standard teilweise um die Hälfte. Die
Standby-Zeit variiert dagegen zumeist nur wenig.
Touchscreen-Handys können was die Akkulaufzeit angeht mit ihren herkömmlichen Kollegen kaum mithalten. Die berührungsempfindlichen Displays sind wahre Stromfresser. Bei intensiver Nutzung muss fast jedes
Smartphone spätestens nach einem Tag an die Steckdose. Mittlerweile sind aber stromsparende Technologien auf dem Vormarsch. So haben einige Smartphones mittlerweile stromsparende
OLED (
organic light emitting diode) oder
AMOLED (Active Matrix Organic Light Emitting Diode) Displays.