Kaum eine Funktion ist bei Handys gefragter als die Kamera-Funktion – auch wenn die Bildqualität in der Vielzahl der Fälle nicht das Niveau von Digitalkameras erreicht. Bei
Foto-Handys scheinen Komfort, Spontanität und Spaßfaktor
das Qualitätsargument oftmals in den Hintergrund zu drängen. Mit einem Foto-Handy hat man schließlich immer und überall eine Kamera zum Festhalten unwiederbringlicher Augenblicke zur Hand. Bei entsprechender Ausstattung können die
Schnappschüsse sogleich via MMS, Bluetooth oder Email an ein anderes Handy gesendet oder auf einen PC übertragen werden.
Foto-Handys haben zurzeit eine Auflösung von mindestens 1,3 Megapixel;
3 Megapixel gelten als Standard. Teilweise reicht die Bildqualität schon an die günstiger Digitalkameras heran. Wer aber
höhere Ansprüche an die Bildqualität stellt und seine Fotos öfter mal als Papierausdruck im Postkartenformat fertigen lassen möchte, sollte sich mindestens für ein Handy mit
5-Megapixel-Kamera entscheiden. Ausstattungsmerkmale wie Autofokus, integrierter Blitz und Bildstabilisator sind ein Pluspunkt. Die aktuellen Pixelkönige sind das
Samsung M8910 Pixon12 und das
Sony Ericsson U1i Satio mit jeweils 12 Megapixeln. Sie kommen in Sachen Komfort und Bildqualität schon relativ nah an gängige Digitalkameras heran.
Um mit kompakten Digitalkameras ernsthaft konkurrieren zu können, müssen die Handy-Hersteller aber noch einiges an den Kamera-Funktionen verbessern. Schließlich kommt es nicht nur auf die Zahl der Pixel an. Die
Bildqualität hängt zum großen Teil auch von der Qualität der
Linse ab. Diese fällt dem kompakten Design der Handys zum Opfer. Da ziegelsteingroße Handys nicht dem aktuellen Trend entsprechen, können nur extrem kleine Linsen verbaut werden und deren bauartbedingte Schwächen sind kaum zu minimieren. Aber letztlich entscheidet der subjektive Eindruck, ob das favorisierte Foto-Handy in Sachen Bildqualität überzeugen kann.
Ebenso sollte man sich nicht zu sehr von hohen Zoom-Zahlen beeindrucken lassen. Die meisten Kamera-Handys sind lediglich mit einem
Digitalzoom ausgestattet und der macht nichts anderes, als die Größe des Bildausschnittes künstlich hochzurechnen. Die Bildqualität bleibt dabei auf der Strecke. Wenn möglich, empfiehlt es sich immer, ein paar Schritte näher an das Motiv heranzugehen. Ein
optischer Zoom, wie er beispielsweise beim
Nokia N93 oder
Samsung SGH-G800 zu finden ist, ist noch die große
Ausnahme.
Verfügt ein Handy über eine integrierte Kamera, ist es meist auch in der Lage, kleine Videofilmchen damit aufzunehmen. Die Länge der
Videos ist häufig auf 15 Sekunden bis wenige Minuten begrenzt. Dass zudem keine Camcorder-Qualität zu erwarten ist, versteht sich von selbst. Neuester Trend sind Handys, die
Videos in HD-Auflösung (High Definition) aufnehmen können, wie z.B. das
Sony Ericsson Vivaz, das für gelegentliche Videosafaris mehr als ausreichend ist, auch wenn die Qualität der Videos nicht ganz Camcorder-Niveau erreicht.