Zum 1. Juni 2008 hat das Konsortium Mobile 3.0 den Testbetrieb für
DVB-H basiertes Handy-TV aufgenommen. Lediglich vier deutsche Großstädte – Hamburg, München, Frankfurt und Hannover – werden rechtzeitig zum Start der Fußball-Europameisterschaft mit DVB-H versorgt.

Dass das mobile Fernsehen via DVB-H einen schwierigen Start haben würde, zeichnete sich bereits vor einigen Wochen ab (
eTest-Mobile.de berichtete). Schon damals war klar, dass Mobile 3.0 die Sendelizenzen aller Landesmedienanstalten nicht pünktlich bis zur Fußball-EM bekommen würde. Aus rechtlichen Gründen ist es Mobile 3.0 daher nicht möglich, DVB-H basiertes Handy-TV zum Start deutschlandweit zu testen. Eine flächendeckende Versorgung mit DVB-H ist auch bis Ende des Jahres nicht mehr vorgesehen. Aber immerhin soll der DVB-H Empfang bis dahin in allen größeren deutschen Städten realisiert werden.
Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF sowie das zukünftige Programm Deutschland 24 und die Radiostationen BigMusic, MyFun Radio und 90elf können unverschlüsselt empfangen werden. Andere TV-Sender wie RTL, Sat.1, Pro7, VOX, n-tv und N24 werden hingegen nur verschlüsselt ausgestrahlt.
Bislang gibt es jedoch nur wenige Mobiltelefone auf dem Markt, die den TV-Empfang via DVB-H unterstützen. Hinzukommt, dass DVB-H nicht der einzige Standard ist, der mobiles Fernsehen ermöglicht. Auch über
DVB-T lässt sich Handy-TV empfangen – und das unverschlüsselt und ohne zusätzliche Kosten.