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Telefonieren wird zur Nebensache: Die ersten Handys aus dem Hause Microsoft heißen Kin One und Kin Two und sind speziell für die mobile Nutzung von Facebook und Co. ausgelegt
Nach Apple und Google möchte nun auch Microsoft den Markt für Mobiltelefone mit eigenen Geräten aufmischen. Der Software-Gigant hat mit dem Kin One und dem Kin Two zwei hauseigene Smartphones entwickelt, die vor allem junge Menschen ansprechen werden, die viel in sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace, Twitter und Co. unterwegs sind. Microsoft bezeichnet die beiden Kin-Handys deshalb schlicht als "social phones". Telefonieren wird zur Nebensache; im Mittelpunkt steht der einfache Zugang zu sozialen Netzwerken für den schnellen Austausch von Meldungen, Fotos und Videos.
© Microsoft
Die beiden Kin-Modelle werden vom langjährigen Hardware-Partner Sharp gebaut und sind mit einem Touchscreen, einer ausschiebbaren Tastatur sowie einer Kamera mit LED-Blitz und Verwacklungsschutz ausgestattet. Das kleinere von beiden, das Kin One, passt in jede Hosentasche und kann auch mit nur einer Hand bequem bedient werden. Das Kin Two ist zwar weniger kompakt, bietet dafür aber das größere Display, mehr Speicher (8 statt 4 GB) und eine höher auflösende Kamera (8 statt 5 Megapixel), die auch HD-Videos aufzeichnen kann. Weitere Details zur Ausstattung hat Microsoft noch nicht preisgegeben.
Auch zum verwendeten Betriebssystem hat Microsoft noch keine offiziellen Angaben gemacht. Klar ist, dass die Software speziell auf die Facebook-Generation abgestimmt wurde. So bleibt man mit dem "Kin Loop" genannten Startbildschirm stets auf dem Laufenden: Updates der im Adressbuch gespeicherten Kontakte – seien es neue Facebook-Einträge, Twitter-Meldungen oder Foto-Uploads bei Flickr – sind sofort auf dem Startbildschirm sichtbar. Dabei können einzelnen Kontakte gar priorisiert behandelt werden, sodass deren Neuigkeiten bevorzugt auf dem Startbildschirm angezeigt werden.
Eigene Updates lassen sich mühelos via "Kin Spot", einem kleinen Kreis am unteren Bildschirmrand, veröffentlichen, in dem soeben verfasste Tweets, geknipste Fotos und gedrehte Videos einfach mit dem Finger zu dem kleinen Kreis geschoben werden. "Kin Studio" synchronisiert automatisch alle Kontakte, Emails, SMS, Fotos, Videos usw. mit Microsofts Cloud-Server. So können praktisch alle Inhalte mit jedem beliebigen Web-Browser abgerufen werden.
© Microsoft
In den USA werden die beiden Kin-Modelle bereits ab Mai 2010 vertrieben. Hierzulande muss man sich noch bis Herbst gedulden, dann wird es das Kin One und das Kin Two exklusiv bei Vodafone geben. |