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Polizei nutzt TomTom-Daten für Radarfallen

04/2011 · Die niederländische Polizei wertet von TomTom bereitgestellte Nutzerdaten aus, um geeignete Stellen für Radarfallen auszumachen

Wie jetzt bekannt wurde, war Navi-Hersteller TomTom der niederländischen Polizei beim Aufstellen von Radarfallen behilflich. Anhand anonymisierter Bewegungsdaten von TomTom-Kunden hat die Polizei nachvollziehen können, wo besonders viel gerast wird. Und wo sich demnach das Aufstellen von Radarfallen besonders lohnen würde.

Viele TomTom-Kunden sind darüber verärgert. Schließlich hatten sie angenommen, dass TomTom die gesammelten Bewegungs- und Geschwindigkeitsdaten lediglich zur Verbesserung der Routenplanung und für Stauvorhersagen nutzt. Nur den wenigsten war bewusst, dass der Navi-Hersteller diese Daten auch an Regierungen und Behörden verkauft.

TomTom rudert derweil zurück: man habe die Bewegungsprofile seiner Kunden an niederländische Verkehrsbehörden verkauft, damit diese das Straßennetz verbessern können. Der Navi-Hersteller war nicht davon ausgegangen, dass die Daten über die Behörden auch an die Polizei fließen würden. Nun wolle man die Lizenzbedingungen überarbeiten und die Weitergabe an die Polizei kurzfristig unterbinden.

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