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Die CD soll abdanken: Musik soll künftig auf microSD-Karten verkauft werden
Nicht nur die DVD bekommt einen Nachfolger (in Form der Blu-ray Disc), auch die CD muss Konkurrenz fürchten – zumindest, wenn es nach SanDisk und den vier großen Plattenfirmen Universal, Sony, EMI und Warner geht. Der Speicherkarten-Hersteller will zusammen mit den Musikkonzernen sogenannte slotMusic-Karten auf den Markt bringen.
Die Technik ist nicht neu, und hat vielleicht gerade deshalb gute Chancen, sich auf dem Musikmarkt zu etablieren. Bei slotMusic handelt es sich um Speicherkarten im microSD-Format, die in eine Vielzahl von Handys mit entsprechendem Kartensteckplatz passen. Mittels USB-Adapter, der zum Lieferumfang gehören soll, ist auch die Verwendung am PC und anderen Geräten mit USB-Anschluss möglich.
Auf der 1 Gigabyte großen Karte sollen nicht nur MP3-Dateien in hoher Qualität (mit bis zu 320 Kbit/s) und ohne DRM-Kopierschutz Platz finden, sondern auch Bonusmaterial wie z.B. Bilder und Videos. Bleibt Speicherplatz auf der Karte übrig, kann ihn der slotMusic-Käufer mit eigenen Daten füllen.
Schon im Oktober will slotMusik den amerikanischen Musikmarkt erobern: 29 Alben populärer Künstler wie Rihanna, Leona Lewis oder Weezer sollen zum Start auf slotMusic-Karten erhältlich sein. Wann es das neue Musikmedium über den Ozean zu uns nach Europa schafft, steht noch nicht fest.
Zwischen 7 und 10 US-Dollar soll ein slotMusic-Album kosten, wenn man der Presse Glauben schenken darf. Angesichts solcher Preise kann slotMusic durchaus auch als Angriff auf legale Musikdownload-Angebote verstanden werden. |