Eingefleischte Blackberry-Fans werden das Blackberry Pearl 3G zunächst eher kritisch beäugen, denn es hat keine QWERTZ-Tastatur unter dem Display, verfügt aber trotzdem über alle Tugenden, die ein echtes Smartphone benötigt.
Optik & Verarbeitung:
Das Fehlen einer echten Tastatur beim Blackberry Pearl 3G hat einen großen Vorteil: Das Gerät ist noch kleiner und leichter als seine Kollegen aus der kanadischen Handyschmiede, so dass es in jeder noch so kleinen Hosentasche Platz findet.
Display:
Wie von Blackberry gewohnt, ist auch beim neuen Pearl das Display recht klein geraten. 2,2 Zoll in der Diagonalen genügen kaum zeitgemäßen Smartphone-Standards. Dafür ist der fast quadratische Screen sehr hoch aufgelöst und stellt Inhalte knackig scharf dar.
Ausstattung:
Internet & Connectivity:
Die Bezeichnung „3G“ im Namen des neuen Pearl steht für hohe Geschwindigkeit bei der Datenübertragung. Dafür sind im Gegensatz zu den Vorgängermodellen UMTS und der Downloadbeschleuniger HSDPA an Bord. Ins WLAN-Netz wählt sich das Blackberry über den schnellen n-Standard ein. Natürlich sind auch Verbindungen zum b- und g-Standard möglich. Laut Test macht das Surfen im mobilen Netz auf dem kleinen Display des Blackberry Pearl 3G jedoch kaum Spaß.
Blackberry-Freunde lieben ihr Handy seit jeher wegen der konzerneigenen Push-Funktion, die E-Mails und Webseiten in Rekordgeschwindigkeit auf das Gerät bringt. Über die Blackberry-Server ist auch die Anbindung an Proxyserver möglich. Auch der Empfang von großen Mail-Anhängen ist beim Pearl so kein Problem. Über das Bluetooth-Modul fungiert das kleine Blackberry bei Bedarf sogar als UMTS-Modem für das Notebook.
Office:
Trotz fehlender QWERTZ-Tastatur ist das Blackberry Pearl 3G ein echter Office-Könner. So kann es entsprechende Dokumente nicht nur lesen, sondern auch bearbeiten. Das gilt sogar für komplexe Powerpoint-Präsentationen.
Multimedia:
Die Unterhaltung für Unterwegs ist sicher nicht das Kerngeschäft eines Blackberrys. Trotzdem bietet das Pearl 3G respektable 3,2 Megapixel Kamerauflösung und eine Videofunktion. Der gute Musikplayer hat sogar eigene Tasten an der Gehäusestirn, die die Bedienung ungemein erleichtern.
Bedienung:
Das Blackberry Pearl 3G bietet hohen Bedienkomfort, wenngleich die Handhabung natürlich nicht an die Eleganz eines Touchscreen-Gerätes herankommt. Dank „SurePress“-Texterkennung tippten sich Texte im Test auch ohne QWERTZ-Tastatur erstaunlich schnell. Die Tasten verfügen über einen gut definierten Druckpunkt. Mit dem Trackpad unter dem Display navigiert man fix und präzise durch die Menüs.
Telefonie:
Das Blackberry Pearl 3G verfügt nicht nur über einen schnellen Prozessor, der Wartezeiten fasst gänzlich vermissen lässt, es machte sich auch in den anderen Labordisziplinen hervorragend. Empfang und Akustik wurden, genau wie die Ausdauer, als gut beschrieben.
Fazit: Das Blackberry Pearl 3G ist eher ein Gelegenheits-Smartphone, denn wegen des kleinen Displays und der fehlenden QWERTZ-Tastatur fehlt es ihm an Komfort beim Tippen von Mails und im Internet. Ansonsten beherrscht das Pearl so ziemlich jede Handy-Disziplin perfekt. |