Google Nexus S Test
Alle Google Smartphones Handys
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Preis: ab 294,60 €
- Handy-Typ: Smartphone |
- Betriebssystem: Android |
- Display: 4 Zoll |
- Touchscreen |
- Kamera: 5 Megapixel |
- Netze: 1800, 1900, 850, 900 |
- GPS |
- Datentransfer: EDGE, GPRS, HSDPA, HSUPA, UMTS |
- Konnektivität: Bluetooth, NFC, USB, WLAN |
Auswertung der Testberichte
Ursprünglich hieß es, dass Google keinen Nachfolger für das Nexus One plant. Nun ist es doch anders gekommen. In Zusammenarbeit mit Samsung hat der Suchmaschinengigant ein neues Smartphone entwickelt: das Google Nexus S, das auch unter dem Namen Samsung Nexus S i9023 firmiert. Es ist das erste Smartphone, das mit der neuen Android Version 2.3 alias Gingerbread ausgeliefert wird.
Optik & Verarbeitung:
Das Google Nexus S macht auf den ersten Blick keinen sehr ansprechenden Eindruck. Es besteht komplett aus sehr kratzempfindlichem Kunststoff. Dafür liegt es mit seinen angenehmen Rundungen sehr gut in der Hand. Verarbeitung und Materialqualität wurden im Test aber gelobt.
Display:
Ausstattungsseitig entspricht das Google Nexus S in vielen Punkten dem Samsung Galaxy S. Allerdings verfügt das Nexus nicht über ein Super-AMOLED-Display, sondern hat ein Super Clear LCD Display mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln. Der Screen zeigte sich im Test erwartungsgemäß sehr kontraststark und überzeugte auch mit brillanten Farben. Erfreulich fanden die Tester die Tatsache, dass der Screen kaum anfällig für Spiegelungen ist. Den Schärfegrad des Retina-Displays vom iPhone 4 erreicht das Google Nexus S jedoch nicht. Eine Besonderheit ist die leichte Wölbung des Nexus S Displays, mit der sich das Handy beim Telefonieren besser an die Wange schmiegt. Es ist außerdem mit sehr kratzfestem Glas abgedeckt.
Ausstattung:
Prozessor & Speicher:
Anders als erwartet wird das Google Nexus S nicht von Samsungs neuem Zweikern-Prozessor "Orion" angetrieben. Ebenso wie im Samsung Galaxy S werkelt auch im Inneren des Nexus S der Einkern-Prozessor "Hummingbird", ein 1-GHz-Prozessor aus Samsungs Cortex-A8-Serie zusammen mit 512 MB Arbeitsspeicher. In Sachen Speicher fährt Google eine ähnliche Schiene wie Microsoft mit seinen Windows Phone 7 Handys: zwar sind 16 Gigabyte interner Speicher durchaus lobenswert, eine Erweiterungsmöglichkeit mit Speicherkarten wäre aber trotzdem wünschenswert gewesen.
Kamera & Musik:
Das Google Nexus S verfügt, wie auch das Samsung Galaxy S über zwei integrierte Kameras und einen GPS-Empfänger für die mobile Navigation. Die Kamera auf der Vorderseite des Smartphones ist für Videotelefonate vorgesehen, die 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ist für Foto- und Videoaufnahmen gedacht. Sie verfügt über einen Autofokus und – im Gegensatz zum Galaxy S – auch über einen LED-Blitz für Nachtaufnahmen. Allerdings können mit dem Google Nexus S keine HD-Videoaufnahmen gemacht werden. Die Auflösung der Videos ist auf 720 x 480 Pixel beschränkt. In der Praxis macht die Knipse keine gute Figur und erzielt bestenfalls befriedigende Ergebnisse. Die Videos sind dagegen einigermaßen ansehnlich und werden vor allem ohne großes Ruckeln aufgenommen.
Der Musikplayer erfreute im Test durch einfache Bedienung und guten Klang, selbst über die mitgelieferten Kopfhörer. Ein Radio fehlt dem Nexus S allerdings. Dieser Mangel lässt sich aber leicht über den Android Market beheben.
Konnektivität
Da Android eine nahtlose Anbindung an Google-Dienste mitbringt, ist es selbstverständlich, dass sich das Nexus S in puncto Konnektivität bzw. Internet keine Blöße gibt. In UMTS-Netzen werden die Datenturbos HSDPA mit maximal 7,2 MBit/s und HSUPA mit 5,76 MBit/s unterstützt. Außerdem steht WLAN nach 802.11 b/g/n zur Verfügung, jedoch mit einem sehr schwachen Empfänger. Per Tethering-Funktion kann das Samsung Nexus S auch als UMTS-WLAN-Router für andere Geräte dienen. Der Internetbrowser des Google Nexus S wurde im Test als sehr gelungen bezeichnet. Mit ihm lässt es sich in der Praxis schnell und komfortabel im mobilen Netz surfen. Auch die neueste Flash-Version 10.1. wird ohne Probleme angezeigt. Einzig Werbebanner können das Handy in der Internet-Praxis bremsen. Beim Thema Bluetooth beschränkt sich das Samsung Nexus S dagegen auf die alte Version 2.1.
Ein besonderes Ausstattungsmerkmal des Google Nexus S ist das integrierte NFC-Modul (Near Field Communication). Ähnlich wie mit Bluetooth ist mit der NFC-Technologie ein drahtloser Datenaustausch über kurze Distanzen möglich. Viel interessanter sind jedoch die elektronischen Zahlungsfunktionen, die via NFC realisiert werden können. Zurzeit ist das aber noch Zukunftsmusik. Videotelefonie klappte im Test bislang noch nicht wirklich, obwohl das Google Nexus S den gängigen SIP-Standard unterstützt. In jedem Fall ist eine WLAN-Verbindung vonnöten. Videotelefonie über das UMTS-Netz unterstützt das Handy nicht.
Bedienung:
Natürlich ist auf dem Google-Handy Nexus S bei Marktstart bereits die neueste Android Version 2.3 installiert. Die sorgte im Test tatsächlich für ein deutlich höheres Arbeitstempo als die Vorgängerversionen des Betriebssystems. Zudem sind Menüs und Symbole beim neues Android klarer und optisch ansprechender gestaltet. Auch die Copy & Paste Funktion wurde verbessert. Ein Test kritisierte allerdings, das der Touchscreen zwar sehr präzise auf Eingaben reagiere, aber nicht allzu sensibel, so dass man manchmal zweimal drücken muss bis die Eingabe erkannt wird. Die virtuelle QWERTZ-Tastatur gefiel im Test. Sie gibt auf Wunsch ein leichtes Vibrationsfeedback auf Eingaben.
Telefonie:
Das Google Nexus S schwächelte im Test bei den Telefonfunktionen. So wurde die Sende- und Empfangsleistung nur mit „ausreichend“ bewertet. Ein Test lobte das Nexus S dagegen in diesem Punkt außerordentlich. Das Mikro ist sehr empfindlich gegen Wind. Doch auch bei Windstille ist die Klangqualität bestenfalls befriedigend. Die Akkulaufzeit bewegt sich dagegen im oberen Drittel in der Klasse der Smartphones.
Fazit: Das Google Nexus S schwächelt im Test vor allem in den Bereichen Kamera und Telefonie. Dafür macht es sich besonders gut in Sachen Internet. Ob das reicht, um das übermächtige iPhone 4 zu übertrumpfen ist zu bezweifeln, besonders solange Videotelefonie und NFC-Nahfunk noch nicht zu gebrauchen sind.
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