Motorola Defy+ Test
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Preis: ab 198,69 €
- Handy-Typ: Smartphone |
- Betriebssystem: Android |
- Display: 3.7 Zoll |
- Touchscreen |
- Kamera: 5 Megapixel |
- Netze: 1800, 1900, 850, 900 |
- GPS |
- Datentransfer: EDGE, GPRS, HSDPA, HSUPA, UMTS |
- Konnektivität: Bluetooth, USB, WLAN |
Auswertung der Testberichte
Mit dem Defy+ bietet Motorola ein Update für sein Erfolgsmodell Defy, das als erstes Outdoor-Smartphone in die Geschichte einging. Wie auch sein Vorgänger, gehört das Motorola Defy+ nicht zur absoluten High-End Klasse der Smartphones, ist aber vernünftig ausgestattet und vor allem sehr resistent gegen Umwelteinflüsse.
Optik & Verarbeitung:
Das Motorola Defy+ ist IP67 zertifiziert und damit resistent gegen Staub und kurze Wasserbäder. Dank Gorilla-Glas Abdeckung sollte das Display absolut kratzfest sein. Optisch macht das Motorola Defy+ nicht viel her. Es ist in tristem Schwarz gehalten und sieht seinem Vorgängermodell zum Verwechseln ähnlich. Mit seinen leicht überstehenden Abdeckungen für die Anschlüsse und den sichtbaren Verschraubungen wirkt es geradezu rustikal. Die sichtbaren Schrauben geben ihm einen robusten Look. Die Verarbeitung des Kunststoff-Gehäuses war nicht überall perfekt. So sind die Spaltmaße an einigen Stellen etwas groß geraten, so dass sich dort leicht Dreck sammelt. Ärgerlich sind laut Test auch die teilweise abstehenden Abdeckungen für die Anschlussbuchsen und die überstehende Akkuverriegelung. Dafür liegt das Defy+ sehr griffig und angenehm in der Hand. Trotz größerem Display ist es etwas kleiner als das iPhone 4S, dafür aber auch 4mm dicker.
Display:
Das Display des Motorola Defy+ ähnelt dem des Vorgängermodells. Es ist mit einer fettabweisenden Beschichtung versehen, so dass im Test kaum Fingerabdrücke auf dem Screen zu sehen waren. Der 3,7 Zoll Touchscreen überzeugte darüber hinaus mit satten Farben, inklusive tiefem Schwarz. Die Helligkeit des Displays ist dagegen laut einem Test nur Mittelmaß. Andernorts wurde sie als ordentlich, aber nicht überragend gewertet. Besonders wenn man seitlich darauf schaut, fällt die Leuchtintensität stark ab. Zudem spiegelt das Display bei direkter Sonneneinstrahlung. Der Touchscreen reagierte im Test stets unmittelbar und präzise auf Berührungen.
Hardware, Betriebssystem & Bedienung:
Als Betriebssystem kommt diesmal das aktuelle Android 2.3 zum Einsatz. Damit das flüssig läuft, setzt Motorola auf einen 1GHz starken Prozessor. Der 1 Gigabyte kleine interne Speicher kann per microSD-Speicherkarten erweitert werden. Bei normalen Alltagsaufgaben lief das Motorola Defy+ leider nicht absolut flüssig im Test. Besonders beim Surfen auf aufwendig gestalteten Websites machte sich das negativ bemerkbar. Die SWYPE-Tastatur des Defy+ wurde im Test gelobt. Das Android 2.3.4 Betriebssystem ließ sich im Test einfach bedienen. Zudem hat Motorola einige Zugaben vorinstalliert, z.B. Programme für soziale Netzwerke und einen Dateibrowser. Das unübersichtliche Hauptmenü fand dagegen wenig Gefallen.
Internet & Connectivity:
In Sachen Internet ist beim Motorola Defy+ im Vergleich zum Vorgänger im Wesentlichen alles gleich geblieben. Wieder sind alle relevanten Standards an Bord, die man zum schnellen Surfen benötigt. Auf den neuesten Datenbeschleuniger HSPA+ hat der Hersteller aber verzichtet und setzt stattdessen weiterhin auf normales HSPA. Außerdem sind GPS, WLAN-n, DLNA und Bluetooth an Bord.
Multimedia:
Auch im Bereich Multimedia ist beim Defy+ im Vergleich zum ersten Motorola Defy weitestgehend alles beim Alten geblieben. So ist eine 5 Megapixel Kamera an Bord, die in einem Test überhaupt nicht überzeugen konnte. Ein anderer Testbericht lobte zumindest die scharfen Fotos dank Autofokus und Fotolicht. Eine Frontkamera für Videotelefonie fehlt dem Defy+ leider. Den Android-Musikplayer hat der Hersteller durch eine Musikerkennungssoftware erweitert. Auf Wunsch wird automatisch der Text des aktuellen Songs angezeigt. Ein Radio ist ebenfalls an Bord, genau wie ein digitaler Kompass.
Telefonie:
Gespräche mit dem Motorola Defy+ geraten laut Test klar und verständlich. Allerdings klingen Gesprächspartner etwas blechern. Der Akku lieferte eine sehr gute Leistung ab und hielt selbst bei intensiver Nutzung deutlich mehr als einen Tag durch. Zumindest im GSM-Betrieb kann das Motorola Defy+ auch bei der Sende- und Empfangsqualität überzeugen. Im UMTS-Netz geraten diese Werte dagegen schwächer.
Fazit: Das Motorola Defy war das erste Outdoor-Smartphone auf dem Markt. Diese Tatsache täuschte über einige Schwächen hinweg. Leider hat der Hersteller beim Motorola Defy+ nicht viel verbessert, u.a. hätte man sich eine bessere Kamera und einen schnelleren Prozessor wünschen können. Mittlerweile gibt es weitere Outdoor-Smartphones auf dem Markt, wie z.B. das Sony Ericsson Xperia active, so dass es das Motorola Defy+ schwer haben dürfte.
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